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Aus Lehrer Lämpels Kramkiste

Die Unterrichtsmethode der Lehrer betreffend

(Schul-Inspektions-Akten)
Nach den Revisionsberichten unserer Schulräte und den jährlichen Berichten mehrerer Schulinspektoren fehlt es vielen Lehrern unseres Verwaltungsbezirks an einer guten Unterrichtsmethode, insbesondere an der Kunst, alle Schüler gleichzeitig bildend zu beschäftigen und durch zweckentsprechende Sprech- und Denkübungen auf das richtige Aussprechen der Wörter, die Bildung des Sprachorgans, die Fertigkeit im präzisen Ausdrucke sowie auf die Weckung und Ausbildung der Verstandeskräfte bei den Kindern der untern Klassen hinzuwirken, woher es hauptsächlich kommt, dass die zur Erreichung des Unterrichtszweckes durchaus erforderliche anhaltende und freudige Aufmerksamkeit in ihren Schulen vermisst und der Schulbesuch den Kindern verleidet wird. Wir finden uns daher veranlasst, den Herren Schulinspektoren unseres Verwaltungsbezirks anzuempfehlen, die betreffenden Lehrer ihres Amtsbezirks bei den Schulrevisionen auf diesen Mangel aufmerksam zu machen und mittels der Lehrer Konferenzen möglichst auf Beseitigung desselben hinzuwirken. Zugleich bestimmen wir, dass die Herren Schulinspektoren in ihren die Beförderung oder die Unterstützung eines Lehrers zum Zwecke habenden Berichten sich namentlich über dessen Fähigkeit, die sämtlichen Schüler gleichzeitig bildend zu beschäftigen, insbesondere die Kleinen zweckmäßig zu unterrichten, zu äußern haben. Auch werden wir veranlassen, dass künftig in den Lehrerprüfungen besondere Rücksicht auf die Unterrichtsmethode des zu Prüfenden genommen wird. Die Herren Schulinspektoren ersuchen wir, diese Verfügung sobald als möglich zur Kenntnis der Lehrer zu bringen.

Trier, den 13. Juni 1843.
Königl. Preuß. Regierung Abtl. des Innern.