Nachrichten

April 2020

"Der kleine Schriftverkehr" ermöglicht Einblicke in die zwanziger Jahre

Eine Schrift mit 124 Seiten mit dem Titel "Der kleine Schriftverkehr" gelangte in den Bestand des Saarländischen Schulmuseums. Dafür ist der Familie Harth aus Ottweiler zu danken. Das Werk enthält Beispiele für den Schriftverkehr zu unterschiedlichen alltäglichen Anlässen und illustriert das Leben im Saarland der zwanziger Jahre des letzten Jahrhunderts. Leerseiten dienten der Übung. Geübt wurde in deutscher und lateinischer Schrift, erstere war bis 1942 üblich, letztere ist heute weiter gebräuchlich. Der Verfasser der Schrift war Rektor Hahn, Druck und Verlag Gebrüder Hofer A. G. in Saarbrücken.

Vertieft man sich etwas in die Inhalte der Musterschreiben, wird offensichtlich, wie sich die Lebenswelten wandelten. Wollte man jemanden schnell andernorts informieren, so gab man ein Telegramm auf: "Anschluß an Schnellzug verfehlt! Komme Zug später, 9.30 MAX." oder "Heil den Neuvermählten! IDA und WERNER." An Whatsapp oder E-Mail und Internet war noch lange nicht zu denken, wenn auch die ersten Prototypen für den Computer in den vierziger Jahren entwickelt werden sollten.

Text und Foto: Ralf Hoffmann

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. To find out more about the cookies we use and how to delete them, see our privacy policy.

I accept cookies from this site.
EU Cookie Directive plugin by www.channeldigital.co.uk